"Wie jedes Jahr veranstaltet der HBV einen Trainerlehrgang, um Trainernachwuchs zu gewährleisten. Ich bin ein solcher Nachwuchs. Es ist ein guter Entschluss, Trainer zu werden. Jede neue Trainingseinheit (vor allem in der Jugend, die ich donnerstags zusammen mit Max trainiere) ist ein Erfolg für den Trainer, der sieht, dass seine Arbeit etwas bewirkt und den Spieler besser macht.
Aber genug zu meiner Motivation: Warum legt man ein Trainerlehrgangswochenende auf das Wochenende vor Weihnachten, an dem man sicher Anderes zu tun hat? Wenn man sich die Mannschaftsspielpläne und Erwachsenenturnierdaten anschaut, merkt man, wie sich der Trainerlehrgang zwischen diesen Daten hindurchschlängelt. So war es nun der 16./17. Dezember, das muss ja noch nichts Schlechtes heißen. Hieß es auch nicht: Viel Selbstangewendetes und eine lange Pause in der sehr langen Offenbacher Gourmet-Pizzeria sorgten für die nötige Entspannung, der Schläger in den Händen, zumindest ab Samstagabend, für die nötige Kurzweil.
Gelernt wurde natürlich auch: Wir (eine sehr durchmischte Gruppe von 20 Leuten) setzten uns mit dem Clear auseinander, ältere Teilnehmer berichteten vom Rucksack-Schlagprinzip (als zöge man den Schläger aus einem Rucksack (sehr kurios)) und untersuchten unseren eigenen Clear. Bei mir mit der Auswirkung, dass ich ihn zuerst nicht mehr spielen konnte. Wir bemerkten, dass unsere Beine ungleich sind (man laufe blind los, das Bein, welches der Seite, in die man läuft, gegenüberliegt, ist das Stärkere) und dass das Einspringen ein Streitpunkt in der Badmintonwelt zu sein scheint.
Es war diesmal an mir, sonntags die Anderen aufzuwärmen, und mir wurde reflektiert, ich müsse frontaler zur Gruppe stehen. Aber möglicherweise hilft dies alles wenig für meinen Trainingsstil, wenn ich ihn dann einmal gefunden habe, denn Erfahrung ist der reichste Schatz. Derzeit hilft mir der Trainerlehrgang aber, meine eigenen Schwächen und die Anderer zu erkennen und zu helfen, damit die Arbeit auch wirklich etwas bewirkt. Was ich hoffe und bemerke."


